Handel und Handwerk

Wirtschaftliche Bedeutung, damals wie heute

Das Handwerk und der dazu gehörige Handel, gehören schon seit jeher zur Geschichte der Marktgemeinde Untergriesbach. Von besonderer Bedeutung waren dafür die Marktrechte. Diese erhielt die Gemeinde im Jahr 1263 von Bischof Otto von Lonsdorf. Sie galten als Garant für die gedeihliche Entwicklung in früheren Zeiten, waren ein fürstbischöfliches Privileg und begleiteten die Untergriesbacher Geschicke in den zurückliegenden, wechselvollen Jahrhunderten der Geschichte. Auf dem historischen Marktplatz von Untergriesbach lässt sich heute noch gut nachvollziehen, wie der Platz früher für Handel, Handwerk und Warentransport genutzt wurde. 

Eine weitere wichtige Rolle für den Warenhandel waren die Wege und Steige. Diese Handelswege führten zum Teil von Bayern über das oberösterreichische Mühlviertel bis hin nach Böhmen und waren für den Transport und Handel von Waren und Dienstleistung von maßgebender Bedeutung. 
Einer dieser Steige, der Jagdsteig von Fürstbischof Firmian, wurde 2010 nach mühevoller Arbeit von vielen Helfern freigelegt und ist jetzt wieder gut sichtbar. Der Zugang zum Steig befindet sich kurz nach dem letzten Haus von Steinbüchl. Die Reste des einstigen Fürstensteiges, am südwestlichen Abhang des Kühbergs, deuten auf einen uralten Handelsweg nach Böhmen hin. Der Steig ist 1,80 bis 2,20 Meter breit und 153 Meter lang. Er ist nun wieder zugänglich und führt mitten in einen prachtvollen Hochwald am Kühberg.

Das Handwerk in Untergriesbach war vielfältig und wurde teilweise bis ins 19. Jahrhundert der Tradition nach ausgeübt. Jede der Tätigkeiten hat in Untergriesbach ihre Spuren hinterlassen, diese können heute in den vielen Museen betrachtet und in Büchern nachgelesen werden. Tauchen Sie ein, in eine längst vergangene Zeit.

  • Das Weberhandwerk mit jahrhundertealter Tradition – zu sehen im Webereimuseum Breitenberg
  • Abbau und Handel mit Kaolin (feine weiße Porzellanerde) – in den Jahren von 1730 bis ca. 1890;
    überwiegend aus den Lämmersdorfer und Schaibinger Fluren
    (nachzulesen unter anderem in „Der Bayerische Wald... im Fluge neu entdecken“, Morsak Verlag)
  • Graphit-Bergbau und Handel in früherer Zeit – Millionenbauern